Februar: Die Anmeldung
Ich war im Februar 18 geworden. Meine Eltern hatten mir den Führerschein zum Geburtstag versprochen. Ich war komplett unvorbereitet, wusste nicht mal, was Klasse B von BF17 unterscheidet.
Bei der FBZ hat mich Petra im Erstgespräch in 20 Minuten durchgeführt – was ich brauche, was es kostet, wie lange das dauert. Sie hat nicht versucht, mir was anzudrehen, sondern realistisch erklärt. Klasse B normal, keine Sonderlocken.
März: Theorie und Erste-Hilfe
In der ersten Theoriestunde war ich überfordert. So viele Verkehrszeichen, so viel Detail. Ich dachte, ich schaffe das nie.
Den Erste-Hilfe-Kurs habe ich an einem Samstag bei den Maltestern gemacht, 50 Euro, war gar nicht so anstrengend. Sehtest und Bild dann beim Fielmann, 25 Minuten, fertig.
April: Theorieprüfung beim ersten Mal
Ich habe in der App täglich 30 Minuten gelernt, Theoriestunden besucht und bei Themen, die ich nicht verstanden habe, gefragt. Vor allem Vorfahrt-Regeln in Wohngebieten haben mich verwirrt – meine Fahrlehrerin Myriam hat das in einer Mini-Coachingstunde geklärt.
Die Prüfung selbst: 5 Fehlerpunkte, bestanden. Ich war fast schon enttäuscht, dass es so unspektakulär war.
Mai/Juni: Praxis
Hier kam für mich die Überraschung. Die ersten 10 Stunden waren ungefährlich, weil ich auf Parkplätzen und in Wohngebieten gefahren bin. Dann kamen die Sonderfahrten. Autobahn-Auffahrt war ein Schock – ich war wahnsinnig nervös.
Myriam war geduldig. Hat mir gezeigt, wie man früh Tempo aufnimmt, wie man in den Verkehr einfädelt, wie man Ruhe bewahrt. Ich habe insgesamt 24 Übungsstunden gebraucht, also überdurchschnittlich. Aber niemand hat mir das je vorgehalten.
Anfang Juli: Prüfung und Lerneffekt
Erste Praxisprüfung: durchgefallen. Vorfahrt missachtet. Ich war fertig mit den Nerven.
Zweite Prüfung 4 Wochen später: bestanden. Was mir geholfen hat: Myriam ist nach dem Durchfallen mit mir nochmal die Schwachstellen durchgegangen, ehrlich, ohne Mitleid und ohne Spott. Ich habe konkret zwei Themen geübt und beim zweiten Mal sauber gefahren.
Mein Rat an alle, die anfangen: Nicht so verkopft sein wie ich. Du wirst Fehler machen, das ist okay. Wichtig ist, dass du dranbleibst und nach jedem Rückschlag konkret weißt, was du verbessern willst.