Die Bestandteile im Detail
Der Führerschein ist kein Pauschalpreis, sondern setzt sich aus mehreren Posten zusammen. Beim Pkw sind das: Grundbetrag (rund 380 bis 490 Euro), Übungsfahrstunden á 45 Minuten (rund 65 bis 80 Euro), die 12 Pflichtsonderfahrten (5 Überland, 4 Autobahn, 3 Nachtfahrten, je rund 75 bis 90 Euro), Vorstellungsgebühr Praxis (rund 150 Euro), TÜV-Gebühren Theorie und Praxis (rund 130 Euro zusammen), Lernmaterial/App und der Sehtest plus Erste-Hilfe-Kurs.
Was nicht extra kommt, sind die Theorie-Pflichtstunden – die sind im Grundbetrag enthalten. Du zahlst auch nicht jede Theoriestunde, die du besuchst, sondern den Block.
Was du beeinflussen kannst
Der größte Hebel ist die Anzahl deiner Übungsfahrstunden. Pflicht sind nur die 12 Sonderfahrten, alles andere sind Übungsstunden, die du brauchst, bis du prüfungsreif bist. Manche brauchen 10 Übungsstunden, andere 40. Faustregel: Wer regelmäßig fährt (1–2 Stunden pro Woche), kommt mit weniger Stunden aus als wer alle 3 Wochen einmal hereinkommt.
Theorie zu Hause vorbereiten zahlt sich aus. Wenn du in die Stunde kommst und die Themen schon kennst, bleibt es hängen. Wenn nicht, hörst du dasselbe drei Mal und merkst dir nichts.
Was nicht in der Kalkulation auftaucht
Manchmal kommen Zusatzkosten dazu: Eine nicht bestandene Prüfung kostet erneut Vorstellungsgebühr plus TÜV-Gebühr. Eine Wiederholungs-Theoriestunde ist meist im Grundbetrag enthalten, eine Wiederholungs-Praxisprüfung kostet die TÜV-Gebühr neu. Wir sagen dir vorher, was anfällt, falls etwas ansteht.
Lkw und Berufskraftfahrer: meistens kostenlos
Lkw-Klassen und die Berufskraftfahrer-Qualifikation sind teurer (5.000 bis 8.800 Euro), werden aber für Umschüler in der Regel zu 100 % vom Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit oder vom Jobcenter übernommen. Wir sind AZAV-zertifizierter Träger (Nr. 498654) und können die Maßnahme direkt abrechnen.